angekommen.
Angekommen in mir. Angekommen im wir. Angekommen auf vier Rädern die tragen. Angekommen im Zustand. Dem Zustand des Beobachtens, des Geschehenlassens, dem Präsentsein. Ein langsames Heineinfallen. Vier Räder auf Achse. Drinnen wird zum Zuhause. Das Draußen wird zur Welt. Die Grenze zwischen beidem wird durchlässig wie Vorhangstoff im Wind. Und das Versprechen das hält. Die Welt ist der Tag und der Tag wird zur Welt. Eine Verschiebung. Ein Einatmen der Zeit.
Kurvend zwischen Schlucht und Atlas
Hätte ich eine Lieblingsstrecke, wäre es diese. Von der Todgha Schlucht über die Dadès Schlucht und Aït Benhaddou bis Marrakesch. Rote Felsenformen, gerade geschliffene Plateaus und weiße Atlasspitzen am Horizont.
Zwischendurch fragt man sich, wo Marokko im weltweiten Vergleich bei der Anzahl an Kreisverkehren steht. Immer dasselbe Spiel. Kreisverkehr. Polizeikontrolle. Kreisverkehr. Polizeikontrolle. Links blinken für die dritte Ausfahrt, nicht blinken bei der zweiten, rechts blinken bei der ersten. Eine Kombination, die jeden Mietwagen identifiziert, der erst bei der Ausfahrt blinkt. Dazwischen Schotter und Schlaglöcher. Bis ein kleiner Ort mit überlaufenden Straßen einen durch die Erdwege seiner Hintergassen bewegt. Bis man merkt, dass man sich längst nicht mehr verlaufen kann.
Die Warnschilder wechseln ihr Personal. Vorsicht Kamele werden zu Vorsicht Schafe, bis am Ende Kühe das letzte Wort haben.
Die Todgha Schlucht lädt zum Klettern ein und wird trotzdem durchfahren. Die Straße säumt sie auf beiden Seiten. Ein kleines Flüsschen zieht sich seicht hindurch. Dunkelrote Felsen steigen steil nach oben. Den Kopf zum Bestaunen in den Nacken gelegt. Der Weitblick ergibt sich dann erst bei einer kleinen Wanderung in einem Seitental.
Die Dadès Schlucht zeigt sich anders. Flacher zuerst, dann spitzer werdende Felsformationen, die man hier Affenfinger nennt. Typisch ich, das Tal ohne Karte, ohne Internet, ohne Plan durchwandern zu wollen. Eine Klettereinheit war vorprogrammiert. Einem Einheimischen, der auf den Felsen saß und sich als Guide anbot, wurde kein zusätzliches Vertrauen geschenkt. Weiter ging es an den Felsen entlang, auf der Suche nach Wanderspuren und möglichen Wegen. Der Abstieg endete im Flusstal. Mit einem Panoramablick auf die Felsenformation, der es wert war. Auf der anderen Seite, ähnlich wie einst in Argentinien, regenbogenfarbige Farbverläufe im Gestein. Ein Blau, Grün, Lila, Rot, das aus der Entfernung fotografisch nie die Wirkung zeigt, die das Auge spürt. Das Schlängeln entlang der dunkelroten Schlucht war idyllischer und beeindruckender als die Todgha. Aber Geschmäcker sind verschieden.
Weiter, an Bikepacking Radlern vorbei. Gerade abgeschnittene Plateaus in Rot wirken durch die weißen Atlasspitzen noch intensiver. Der Anblick von Schneebergen auf 3.000 Metern lässt das Herz aufgehen.Ein kurvenreiches Schlängeln durchs Gebirge, das sich minütlich wandelt. Braun und abgerundet, dann von grünen Pflanzen gesäumt, um im Hintergrund dunkelbraun steil aufzusteigen. Hügel und Berge reihen sich aneinander zu einer farblichen Vielfalt, die unglaubliche Ruhe ausstrahlt und Faszination versprüht.
Dann die engen Gassen der Medina von Marrakesch. Eine Touristin, schwitzend, Fahrrad am Träger, versucht sich durch das Chaos aus Rollern, rostigen Rädern, schwärmenden Menschen und alten Autos zu schlängeln. Bis sie zurückgerufen wird. Google Maps weiß nichts vom Schmälerwerden der Straßen. Wenden mit eingeklappten Seitenspiegeln zwischen Rollern wird zur Kunst. Danach fühlt man sich allem gewappnet. Und trägt das Gefühl, dass selbst Berliner Verkehr angenehm ist.
Nach Kaffee, Friseurbesuch und Essen in der Idylle eines verhältnismäßig hochpreisigen Restaurants endet der Tag am Stellplatz im Grünen. Mit Blick auf die Atlasspitzen.
Zehen im Saharastaub
Es gibt Orte, die man nicht beschreiben kann, ohne dass die Worte sofort zu klein werden. Die Wüste ist einer davon.
Die Zehen bohren sich in den Sand, langsam, fast vorsichtig. Bohrend in der vollen Gewissheit, dass genau dieser Sand auf dem Rückweg zu heiß sein wird. Trotzdem geht man weiter mit den Flipflops in der Hand. Tiefer hinein in die Weite der Dünen. Als würde etwas ziehen, leise, aber bestimmt.
Quads schneiden Linien in die Hügel, ziehen Bögen, die der Wind wenige Stunden später wieder versucht zu verwischen. So wie die Kanten der hohen Dünen. Kamelkarawanen bewegen sich in einer Ruhe. Schritt für Schritt, als hätten sie alle Zeit dieser Welt.
Die Dünen verändern sich mit jedem Atemzug des Lichts. Orange wird zu Braun, Braun zu Gelb, dann wieder zurück. Schatten legen sich wie weiche Tücher über die Kanten, in den goldenen Abendstunden und dem frühen Morgenerwachen. Es ist ein Spiel zwischen Licht und Wind. Sand und Sonne im ständigen Gespräch.
Der Sonnenaufgang tastet sich manchmal zaghaft durch dünne Wolken, als würde er erst prüfen, ob die Welt bereit ist. Um sich am Abend in einen großen runden Ball zu verwandeln der sich langsam senkt. In einem Tiefdunkelorange, fast unwirklich. Majestätisch, ohne sich je bemühen zu müssen.
Essen und Tee schmeckt anders hier. Einfacher. Ehrlicher. Ein bisschen bitterer. Die Zähne putzt man unter einem Himmel, der zuviele Sterne kennt, die sich sanft über den Hauch der Milchstraße legen.
Dann der Wind.
Er kommt nicht vorsichtig. Er stürmt einfach los. Der Beduine klopft an der Tür mit der Vorwarnung. Man öffnet die Tür nur einen Spalt und der Sand ist sofort überall. Auf den Lippen, zwischen den Zähnen, im Haar, auf der Haut, zwischen den Seiten des Buches. Legt sich schnell über die Inneneinrichtung. Die Wüste erinnert einen daran, wer hier zu Besuch ist und wie rau sie sein kann.
Und dann ist da diese Weite.
Unberührt. Still. Fast überfordernd in ihrer Ehrlichkeit. Keine Ablenkung, kein Lärm, nichts, woran man sich festhalten kann. Man sitzt darin und denkt. Versunken in den Gedanken der Welt. Gedanken über das Sein. Darüber wie die Welt so erschütternd und wundervoll zugleich sein kann. Oder man denkt nicht mehr. Beides fühlt sich plötzlich gleich richtig an.
Die Gedanken werden größer und kleiner zugleich. Wichtiges verliert an Gewicht, Unscheinbares wird klarer. Vielleicht ist das das Einzige, was die Wüste wirklich tut. Sie verschiebt die Maßstäbe. Verrückt die Welt ein wenig.
Und irgendwo zwischen Sand und Sonne, zwischen Hitze und Stille, entsteht für einen Moment dieses Gefühl von etwas, das im Alltag keinen Platz hat. Eine endlose, fast greifbare Freiheit.











Linien, die sich ziehen
Die Türen stehen offen, wie ein Raum, der sich der Landschaft hingibt. Innen warmes Holz, draußen dieses gedämpfte Licht, das in die Ziz Schlucht fällt. Ein Licht, das nicht ganz Abend ist, aber auch kein Tag mehr sein will. Die Art von Moment, in der alles langsamer wird, ohne dass man es bewusst entscheidet.
Die Schlucht zieht sich durch die Landschaft wie eine Erinnerung, die nie ganz verschwindet. Schicht für Schicht hat sich das Gestein abgelegt. Am Eingang der Schlucht legen sie sich wie flache Fladen aufeinander. In der weiteren Tiefe, fällt das orangerote Gestein steiler ab in ein mit grünen Palmen durchzogeneb Tal. Nichts hier ist eilig. Alles wirkt, als hätte es sich genau so fließend ergeben müssen.
Eine kurvige, stellenweise unübersichtlich Fahrt führte hin. Und dann eröffnet sich die Schlucht vor einem. Man steht da, steigt aus, schaut, und versteht, dass genau das alles richtig ist.
Der Wind bewegt die Zweige, streift durch die Schlucht, ohne Spuren zu hinterlassen. Die Luft ist trocken, aber nicht leer. Sie trägt etwas. Ruhe und den Raum, in dem Gedanken endlich langsamer werden.
Irgendwo weiter unten im Tal liegt Grün zwischen all dem Staub, ein Versprechen, dass selbst hier etwas wächst. Die Straße folgt dem Fluss, als hätte sie sich ihm ergeben. Kurve um Kurve schiebt sich die Landschaft auseinander, öffnet sich wieder, zieht sich zusammen. Die Ziz Schlucht gibt nichts preis, was nicht verdient ist. Stein, Staub, Zeit. Alles liegt offen und bleibt doch schwer zu greifen.
Man blickt auf die Weite der Schlucht, ohne etwas zu suchen. Kein konkreter Plan für den nächsten Tag. Nur dieses leise Wissen, dass nicht alles festgelegt werden muss. Dass es reicht, hier zu sitzen, den Blick über die Felsen wandern zu lassen und zu spüren, wie sich etwas sortiert, ohne eingreifen zu müssen.
Manchmal sind es genau diese Zwischenmomente, die bleiben. Nicht die Strecken, die man geplant hat. Sondern das Innehalten dazwischen. Dieses leise Einverständnis mit sich selbst, dass man gerade genau richtig ist. Die Freiheit des Bleibens.
Man denkt nicht an das, was kommt. Nicht an das, was war.
Nur an diesen Moment, in dem alles gleichzeitig stillsteht und weitergeht.
Vielleicht ist das der eigentliche Kern von Orten wie diesem. Nicht das, was man sieht. Sondern das, was sich verschiebt, ohne dass man es benennen kann.
Irgendwann werde ich die Türen schließen, den Motor starten, weiterfahren. Die Schlucht hinter mir lassen, so wie man Orte immer hinter sich lässt.
Man fährt lange genug, dass sich der Blick daran gewöhnt. An die Farben, die kaum variieren. An das Licht, das alles gleichmäßig überzieht. Und genau in dem Moment, in dem man aufhört, etwas zu erwarten, passiert es.
Ein unerwartetes Azurblau. Der See liegt plötzlich da, als hätte ihn jemand zwischen die Hügel gesetzt und vergessen zu erklären, warum. Kein Übergang, kein langsames Annähern. Nur dieses Aufbrechen der Landschaft in etwas Kühles, Ruhiges, fast Unwirkliches. Der Ziz Reservoir hält den Blick fest. Man hält an. Steigt aus. Und merkt, wie sich die Wahrnehmung verschiebt.Dass selbst in dieser kargen Weite etwas auftauchen kann, das nicht angekündigt wird.
Die Fahrt geht weiter. Der Canyon wird weiter, flacher, die Linien weicher. Palmen tauchen wieder auf, dann verschwinden sie. Dörfer, die sich kaum bemerkbar machen. Straßen, die mehr Verbindung als Ziel sind. Bis Merzouga sich langsam ankündigt. Erst als Ahnung, Übergang und plötzliche Erscheinung. Schließlich als dieses leise Einverständnis mit der Wüste. Den Van am Rande eines Beduinencamps geparkt. Der Sand beginnt direkt hinter den letzten festen Spuren.
Abends wird das Licht weich. Die Dünen verändern ihre Form mit jeder Minute, als würden sie sich selbst neu zeichnen. Man läuft hinauf, Schritt für Schritt, der Sand gibt nach, macht jeden Weg langsamer, bewusster. Oben dann dieser Moment, in dem alles still wird. Die Sonne sinkt, und die Farben kippen von warm zu kühl, von Gold zu Blau.
Aber etwas bleibt.
Nicht greifbar.
Nicht festzuhalten.
Eher wie eine Linie im Inneren, die sich leise weiterzieht, so wie die Ziz Gorge selbst bis nach Erg Chebbi.





Gassen, die sich verlaufen
Man sucht nach Orientierung. Nach dem offenen Ende der Gassen in Fès el-Bali. Die Stadt übt sich in Geduld, den richtigen Weg zu finden, mit allen Umwegen, die dies in sich birgt. Nach einer halben Stunde steht man wieder am selben Punkt. Man sieht und spürt es sofort. Die gleiche abgeblätterte Wand, das gleiche Schild, der gleiche Verkaufsstand, die gleiche Katze, die einen ansieht, als hätte sie das schon erwartet. Man ist im Kreis gelaufen. Man wird es wieder tun.
Das System der 9.000 Gassen der Medina existiert, wenn man es kennt. Die quadratischen Straßenschilder führen irgendwohin. Bestenfalls nach draußen. Die sechseckigen enden in Innenhöfen oder vor kleinen Türeingängen. Man lernt es irgendwann, aber erst nachdem man die Sackgassen mindestens einmal zu Ende gegangen ist.
Märkte unterschiedlicher Art gehen ineinander über, als wären sie durch die Gassen miteinander verschlungen. Dennoch spürt man die Unterschiede zwischen den einheimischen und den touristischen Ständen.
Die touristischen Ecken sind einladend inszeniert. Gürtel, Taschen, bunte Schuhe, Teppiche, gemusterte Schüsseln, Keramik und Tajineformen stapeln sich zu einem Bild, das fast zu perfekt wirkt. Dazwischen kleine Cafés und Restaurants mit englischen Menüs.
Die einheimischen Märkte wirken dichter, unmittelbarer. Obststände, frisch befüllte Brote an unscheinbaren Theken. Der Geruch nach Fisch, Gewürzen, Fleisch in jeder Form, oft kaum einem Tier zuzuordnen. Schafsbeine, Hühner in Käfigen, einfache Schuh- und Kleiderstände, süßes Gebäck hinter Plexiglasscheiben. Mehr beobachtende Blicke als Begrüßungsrufe auf Englisch. Zwischen einem lächelnden Salam, Marhaba und Bonjour, ohne mehr zu verlangen.
Und dazwischen immer wieder Farbe. Zitronen in einem Gelb, das frischer wirkt als jedes aus deutschen Supermärkten. Daneben Orangen, in Mengen aufgestapelt, als wäre Fülle hier kein Konzept, sondern Normalzustand. Man lässt sie frisch pressen, trinkt sie stehend. Ein kurzer Moment, in dem Fès aufhört, überwältigend zu sein.
Andere Gassen sind gesäumt von Stoffen in allen Farben. Nähmaschinen rattern, Webervorrichtungen nehmen den Laden ein. Holzschnitzereien entstehen im Licht einzelner Lampen am späten Abend.
Google Maps versucht, Ordnung zu schaffen, zeigt Wege, während der eigene Standort immer wieder neu gesucht wird. Oft vergeblich.
Man läuft weiter. Man verläuft sich wieder. Irgendwann hört man auf, dagegen anzukämpfen und lässt die Stadt führen. Die Straßen übernehmen, und man gleitet hindurch. Das ist vermutlich der Punkt, den Fès die ganze Zeit erreichen wollte.
Zum Klang des Muezzins leeren sich die Gassen für einige Minuten, um sich später wieder wie wenn nichts gewesen wäre zu füllen.
Am Ausgang der Medina sitzen Männer auf Plastikstühlen vor Cafés, kleine Kaffeegläser in der Hand, und beobachten das Geschehen mit einer gelassenen Distanz.
Terrassen auf den Dächern, Minztee, und bei den ersten Bissen der noch köchelnden Gemüsetajine merkt man erst, wie hungrig das Treiben durch die Stadt gemacht hat.
Unterhaltungen, die Neugierde wecken. Auf andere Leben, andere Philosophien, ähnliche und doch unterschiedliche Wertesysteme. Geprägt von Erlebnissen, Erfahrungen und Begegnungen.
Und am Ende des Tages stellt sich nicht mehr die Frage, wo man ist, sondern worauf es im Leben wirklich ankommt.
Vielleicht geht es nie darum, den Weg zu finden. Sondern darum, sich darin nicht zu verlieren.
In den kleinen, bunten Mosaiken, die sich Stück für Stück zu einem Bild zusammenfügen



















Die Straßen nach Fès
Von Chefchaouen nach Fès. Die Straßen zählen eine Vielzahl an Schlaglöchern, die irgendwann nicht mehr stören, sondern wortlos hingenommen werden. Ausweichen auf engen Straßen wird zur Kunst für Stoßdämpfer und Radlager, glücklicherweise vor Abfahrt nochmals festgezurrt.
Straßen, die sich durch die bergige Region schlängeln, um das morgendliche Einräumen wieder zunichtezumachen. Esel mit Grasbündeln auf dem Rücken zählt man nach Nummer zehn nicht mehr. Schafherden, alle mitten auf der Fahrbahn, alle der Meinung, dass sie Vorfahrt haben. Und die haben sie.
Ouezzane empfängt einen wie ein tiefes Durchatmen nach der blauen Intensität von Chefchaouen. Eine Marktstadt, in der der Alltag läuft.
Der Tankwart schaut das Fahrrad an wie ein Artefakt und spricht mich interessiert darauf an. Ein wenig ungläubig, aber grinsend, dass ich dieses auch fahre. Sein Französisch trifft auf meines, und irgendwo in der Mitte entsteht ein Lachen mit geglaubtem Verständnis.
Der weiße Berlingo ist in Marokko vorwiegend ein Transportwagen oder ein Taxibus. Kein Zuhause auf vier Rädern für eine Frau mit Fahrrad. Daher tauschen sich Hände in der Luft am Straßenrand beim Näherkommen in eine überraschte, irritierte Realisierung und gleiten schnell wieder nach unten. Eine freundlich gemeinte Verwunderung, der man hier unzählige Male mit einem Lächeln begegnet.
Die Landschaft beginnt sich zu öffnen. Olivenhaine in klaren Linien gepflanzt, geometrisch, fast deutsch in ihrer Ordnung. Andere eher beiläufig aneinandergereiht, wie Olivenkerne, die auf den Boden fielen, um zu schauen, was daraus erwächst. Der Geruch kommt durch die offenen Fenster. Ölig, warm, ein bisschen bitter. Eine Biegung weiter erwarten einen Orangenplantagen. Dann Getreidefelder, die flach und weit werden wie ein Atemzug. Felsenausschnitte, an die sich weiße Häuser schlingen, als hätten sie sich dort eingenistet, weil es keinen anderen Platz gab.
Kreisverkehre. Polizeikontrollen. Kreisverkehre. Polizeikontrollen. Marokko reguliert seinen Verkehr mit Enthusiasmus. Dagegen wirkt der Blinkereinsatz wie eine Anstrengung zu viel, während die Lichthupen die Luft durchschneiden.
Eine Durchfahrt mit Innehalten. Mit Stadtmauern aus dem 17. Jahrhundert ist Meknès eine der vier Königsstädte Marokkos. Weniger überlaufen als Fès, weniger inszeniert als Marrakesch. Eine Stadt, die ihre Geschichte trägt, ohne sie dauernd zu erklären.
Azrou und der Zedernwald kommen danach wie eine Erklärung. Alte Zedern säumen die Straßenränder, hoch und still. Dazwischen die Berberaffen, die einem mit der Gleichgültigkeit von jemandem begegnen, der schon viele Touristen gesehen hat und trotzdem neugierig bleibt.
Ifrane ist ein Schock im besten Sinne. Mitten im Atlasgebirge, auf 1.650 Metern, steht eine Stadt, die aussieht, als hätte jemand ein Schweizer Dorf hierher versetzt und vergessen, es wieder abzuholen. Spitzdächer. Rote Ziegel, manche grün. In dunklen Tönen gefärbte Fensterläden. Saubere Straßen. Kein weißes Flachdach weit und breit.
Die Warnschilder wechseln von „Vorsicht Schafe“ zu „Vorsicht Schnee“. Der Stellplatz liegt am Rand, wie mitten im Wald, eingebettet in Bäume, die fast nach Schwarzwald riechen, fast nach Harz, fast nach einem anderen Kontinent. Fast.
Die Landschaft nach Fès fließt langsam aus dem Gebirge heraus. Apfelplantagen. Terrassen. Das Tal öffnet sich. Die Stadt kündigt sich an, bevor man sie sieht.
Fès wartet nicht.
Es beginnt einfach mit einer roten Ampel.




Eine azurblaue Kulisse.
Chefchaouen. Eine Stadt, die weiß wie sie aussehen möchte und sie lässt es dich wissen.
Das Azurblau ist überall. Nicht als Farbe die irgendwann aufgehört hat, sondern als Entscheidung die täglich erneuert wird. Blauton-Abstufungen von Azur zu Aqua bis Indigo. Jemand streicht gerade. Jemand anderes hat gerade aufgehört. Die Leiter lehnt noch an der Wand. Dazwischen schlafen die Katzen als gehören sie genau dorthin. Finden die Ruhe in den kleinen Sonnenstrahlen die auf den Treppenverlauf brechen. Die Ruhe, die ab der späten Vormittagszeit von den Besucherströmen abgelöst wird.
Die Souvenirs und Teppiche die die Gassen säumen, die kleinen Fähnchen, die Ströme von Kameras. Das alles gehört vermutlich dazu und man lässt es passieren. Mich zieht es weiter, hangaufwärts, wo die Gassen leerer werden und hangabwärts hinaus aus der Blauen Medina wo plötzlich ein Café auftaucht an dem Männer sitzen und dem Treiben zuschauen als wäre es das Natürlichste der Welt. Kein Englisch. Nur Tee und Kaffee. Und der Lärm, der hier unten schon fast Stille ist.
Das ist der Ort wo ich am liebsten sitze. Nicht in der blauen Kulisse, sondern an ihrem Rand.










Tanger. Eine Stadt, die dich ansieht.
Es gibt Städte, die man betritt. Und es gibt Städte, die einen empfangen.
Tanger gehört zur zweiten Sorte. Und spuckt einen dabei in den Trubel der kleinen steilen Gassen. Sie zwingt einen zum Aufmerksamsein. Aus jeder Nische konnte etwas entspringen. Im ersten Gang die Steilen Wege mit abruptem Halten, um den Menschenströme auszuweichen. Eine Stadt die lebt in der Vielfalt von drei Sprachen. Man fängt den Satz in Französisch an, um ihn auf Spanisch zu beenden und ein neues arabisches Wort zum Abschluss zu lernen.
Die kleinen Straßen öffnen sich wie Sätze, die noch nicht zu Ende gedacht sind. Boutique an Boutique, blaue Türen, Farbe, die abblättert, nicht aus Vernachlässigung, sondern weil die Zeit hier einfach anders läuft. Langsamer. Ehrlicher. Als hätte die Stadt entschieden, dass Patina schöner ist als Perfektion.
Ich kaufe Brot. Flach, frisch, noch warm innen, so weich, dass man für einen Moment vergisst, was man sonst noch alles wollte. Der Verkäufer lacht, als mein Französisch an seine Grenzen stößt, und dann lehrt er mich das Wort auf Arabisch, mit einem Lachen von einem so positiven Beigeschmack, dass ich noch Minuten später auf der Straße darüber lächle. Das ist es manchmal. Ein paar Worte. Ein Moment. Ein Lachen zwischen zwei fremden Menschen, die sich nichts schulden und sich trotzdem kurz gehören.
Die älteren Frauen im Park halten ihre Gläser Minztee wie kleine Wärmeinseln in den Händen. Sie sitzen. Sie beobachten. Sie kommentieren, oder auch nicht. Daneben Männer, die auf Spanisch und Arabisch versuchen, sich zu verstehen, während einer von ihnen einen Alueimer voller heißem Kaffee mit kleinen Pappbechern urch die Gassen trägt. Als wäre das selbstverständlich. Als wäre Wärme immer etwas, das man teilen kann.
Die Gemüsestände färben die Straßen in Erdbeere, Orange, Sonnengelb. Farben, die man schmecken kann, bevor man sie berührt.
Tee wird hier nicht nur getrunken, er wird vielmehr serviert. In Kännchen, in Gläsern, mit tiefgrünen Minzblättern, die wie kleine Fahnen im unteren Teil des Glases lauern. Bestellt man ohne, legt man trotzdem Zuckerstücke daneben. Weil die Möglichkeit der Süße immer offen bleiben soll. Vielleicht damit die Welt hier immer ein wenig süßer schmeckt.
Im Barbershop richtet ein junger Mann den Kragen seines Hoodies im Spiegel. Laute Musik, noch keine Kunden, die Hände ruhig und sicher. Ein verdutzer Blick der sich ertappt fühlt. Vielleicht ist das auch eine Form von Vorbereitung auf sich selbst.
Und dann weiß gestrichene Fassaden rund um das französische Konsulat. Ein Hauch Paris, ein Hauch Kolonialzeit, der einem kurz den Atem hält. Ein Altherrencafé mit alten Ledersesseln in dem man die Frauentoilette suchen muss. Das Fußballspiel auf den Bildschirmen scheint das männliche ältere Publikum mit Klasse beim Nachmittagstee besonders zu beschäftigen. Geschichte, die nicht verschwunden ist, nur übermalt wurde. Neu bepinselte Hauswände nebenan. Altes und Neues, die sich nicht streiten, sondern einfach nebeneinander stehen.
Was mich an Tanger überrascht hat, ist nicht das Fremde. Es ist die Vertrautheit im Fremden. Der Wunsch, verstanden zu werden. Die Geste, die keine Sprache braucht. Das Treiben, das einen durch die Gassen trägt. Die Lässigkeit, die vergessen lässt, was man eigentlich machen wollte. Ein Trubel, der so viel Ablenkung gibt, dass man selbst keine mehr benötigt.
Dem entgegen die Meeresküste. Die Medina innen, das Meer außen. Die Küste am Abend wimmelnd von Menschen. Das Meer ruhig und sanft am Morgen und in der Nacht mit den eigenen Regeln, aber immer im Rhythmus der Wellen. Und an einem Punkt begegnen sich die Wellen des Atlantiks und des Mittelmeeres ganz sanft, um ineinander zu versinken.
Ich habe hier nichts gesucht. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum ich etwas gefunden habe. Manche Orte lehren uns nicht, wie die Welt ist. Sie erwecken in uns, wie wir wo sein könnten.











Riviera di Levante
In Zoagli ist die Zeit nicht stehengeblieben, sondern einfach langsamer geworden. Die Farben hier haben weniger Entschlossenheit als die der Cinque Terre Dörfer. Kein leuchtendes Zitronengelb, kein postkartensattes Orange, sondern ein verblichenes Rosa, ein sanftes Ocker, Töne die so aussehen als hätten sie schon viel gesehen und nichts mehr beweisen müssen.
Das einzige Café das morgens Sonne hat, kennt seine Stammgäste beim Namen. Der Sonnenspalt fällt schmal herein und wächst dann langsam, während das Croissant das man isst nach gestern schmeckt und trotzdem passt. Der Kaffee ist ganz italienisch. Den Tratsch vom Morgen abholen. Kein Englisch, kein Tourismus, nur das leise Sinieren über den Alltag. Ein bisschen Altherrenduft liegt in der Luft, der an die eigenen Großeltern erinnert und daran, dass Vertrautheit auch ein Ort sein kann.
Auf dem Weg zur Küste könnte man Chiavari fast übergehen. Die Innenstadt lebt von einem funktionierenden Kern. Marktplätze, Cafés unter Arkaden, das alltägliche Treiben das sich selbst genug ist. Und fast beiläufig, die Hügel drumherum. Bauten auf Hügeln im satten Grün, die man nicht erwartet. Nicht pompös, nicht zur Schau gestellt, sondern in einer Schönheit die Ruhe wahrt. Als hätten sie keine Zuschauer nötig. An den Fassaden hängen Reklametafeln mit Pizza- und Trattoria-Aufschriften die noch schlafen, die erst zum Abend mit Leben und Licht erfüllt werden. Tagsüber sind sie nur Versprechen.
Von Chiavari aus dann auf dem Gravel, via Entella das Tal entlangschlängelnd nach oben. Das Vorderrad setzt durch den starken Gegenwind auf der Brücke kurz versetzt auf, und man wird langsamer. Es hüpft über einen Bambusstamm, bis ein Baumstamm das Ende der Fahrt ankündigt und ein Tragen zum Zuge kommt. Zurück über die Straße fliegend rufen „Ciao“s, fast ausschließlich von Männern, mit diesem beiläufigen Wohlwollen das man sich manchmal von der eigenen Sprache wünscht. Der Radtrend ist in den Beinen der Italiener längst Normalität sowie die langen Radhosen, die eindeutig nicht nur Jonas Vingegaard trägt. Bei den Frauen in der Ecke warten die Zweiräder vielleicht noch. Auf solchen Routen machen Coffee Stops plötzlich Sinn. Kurz rein, einen Espresso an der Kaffeebar, und weiter. Und man weiß beim Vorbeifahren nicht, ob die Focaccerien mit heruntergelassenem Rolladen ihre besten Zeiten hinter sich haben, oder ob es einfach der falsche Zeitpunkt ist, sodass sie wie tot erscheinen. Gleichermaßen beim Vorbeifahren an dunkel scheinenden Bars. Die Fassaden der Gebäude leicht eingegraut von den Abgasen der Jahre. Und irgendwo zwischen Carasco und Rapallo fragt man sich ob es eine Mindestgeschwindigkeit auf der Straße gibt für Rennräder, und ob diese für Gravels reduziert wird, und nochmals reduziert wenn die Saison gerade erst begonnen hat. Es ist vermutlich eines der Länder wo man sich auf dem Rad gleichzeitig sehr wohl und sehr beurteilt fühlt. Beides auf einmal.
Und dann, kurz vor Rapallo, plötzlich Villen die die blendende Sonne preisgibt. Überraschend und fast unverschämt schön, mit diesem Glanz der an den Comer See erinnert. Als hätte die Straße das lange zurückgehalten und es jetzt auf einmal hergegeben.
Rapallo selbst wirkt wie ein Auszug aus einem Film der Zwanziger. Die Fassaden in Grün und sanftem Ocker hauchen noch von alten Feiern, von Sektkelchen und Sommerabenden auf Terrassen, auf denen das Leben so selbstverständlich war wie das Licht. Das ist nicht Nostalgie. Das ist eine Stadt die ihre eigene Geschichte bewohnt, ohne zu veralten.
Portofino taucht überraschend auf in seiner Nische der Küste. Man fährt daran vorbei, schaut kurz rein, und versteht sofort warum die Welt es kennt und warum man trotzdem nicht bleiben will.
Camogli dagegen bringt einen zum Stutzen. Die hohen bunten Fassaden direkt am Wasser, die kleinen Boote, die Hafenmauern. Ist das die High Society der Küste, oder ist es das Gegenteil davon. Ein Ort der so selbstbewusst schön ist, dass er keinen Beweis mehr nötig hat. Während Karibu aus den Lautsprechern klingt zur goldenen Stunde über dem Meer.
Vielleicht ist das der Unterschied zu den Cinque Terre. Dort schlendern die Eingecrémten durch die Gassen, der Aperol Spritz leert sich fast von selbst in der Sonne der Promenaden-Restaurants, und auf den Wanderwegen zwischen den Dörfern — idyllisch, unbestreitbar, in allen Höhen und Tiefen — begegnet man allen möglichen Sprachen und Generationszusammensetzungen, die alle dasselbe suchen und es auch finden und es genauso dokumentieren.
Hier auf der Riviera di Levante lebt noch etwas anderes. Nicht unberührt, nicht unentdeckt, aber irgendwie noch bei sich. Der Alltag ist noch sichtbar zwischen den Fassaden. Die Läden sind nicht nur für Touristen. Die Kaffeebars riechen nach echtem Morgen.
Man fährt durch auf vier Rädern oder zwei, und fühlt, dass die Welt noch etwas älter ist als die Saison.




















zwischen Wäsche und Marmor.
Genua verdichtet sich im Stilbruch. Die Stadt ist kein einzelner Gedanke. Es ist übereinander gelegte Städte, ohne Rücksicht auf Harmonie. Toskanische Gassen, die sich winden und durch das Herz der Stadt schmiegen. Barockfassaden, die sich auftürmen in der eigenen Schönheit. Arkaden, die sich wie Madrid anfühlen. Fensterläden und runde kleine Balkone, die Frankreich hauchen. Und dann wieder diese mittelalterliche Enge, die Siena sein könnte, aber rauer ist, salziger, weniger romantisch.
Wo die Gassen atmen und der Wein keine Eile kennt.
Laufend durch caruggi, die engen, dunklen Gassen, in denen Wäsche hängt und Heiligenfiguren in Nischen stehen. In der eigenen Energie gewachsen. Ungeplant ein Ganzes ergebend. Elemente aus verblichener Farbe und konkretem Stein. Um die Ecke die Via Garibaldi. Breit. Hell. Renaissance-Paläste, die in den Himmel ragen. UNESCO-Weltkulturerbe. Der Reichtum der Seerepublik, die einmal eine der mächtigsten der Welt war. Sie haben keine Entsprechung. Sie sind vollständig in ihrer genuesischen Präsenz.
Vielleicht ist die Frage nach dem richtigen Stil die Falsche. Vielleicht ist der Stil eine Suche nach dem Bruch. Die Unentschiedenheit. Das Nebeneinandersein ohne Erklärung.
Die schwarz-weiß gestreifte Kathedrale steht mittendrin. Ligurisch-romanische Gotik. Ein Stil, den es nur hier gibt, in Ligurien, vereinzelt in der Toskana. Gedanken schweifen nach Florenz. Nirgendwo sonst. Drinnen vereinheitlicht im Gesang und klingenden Orgelspiel. Klang, der sich an die kühlen Marmorwände legt wie Licht. Während draußen die Stadt, die weitermacht. In Alltag gefangen.
Ein Innenhof gefüllt vom Plätschern des Brunnens. Stille. Säulen. Operngesang im Vorhof des Carlo Felice Theaters. Eine Nebenstraße von roter Putz, Neonschild, das Leben vor den Bars der Stadt.
Genua zeigt sich nicht. Genua lässt sich finden.
Die Köche stehen draußen vor der Hintertür der Trattoria und rauchen. In den Gassen. Lehnen an den Wänden, die Schürzen umgebunden, die graue Mütze thront auf dem Kopf, die Zigaretten klein zwischen den Fingern. Das Licht fällt schräg hinein. Die Stadt atmet dazwischen und riecht nach Urin.
Gläser auf den kleinen Tischen auf der Piazza im Nachmittagslicht. Die Weite dahinter. Ein fertiges Bild, das sich nicht inszeniert. Die Köche gehen zurück in ihre Küchen. Der Rauch der Zigaretten löst sich auf, aber glüht an den Tischen der Piazza weiter.
Vielleicht liegt die Schönheit dieser Stadt genau darin, dass sie sich nicht entscheidet. Dass sie alle ihre Schichten trägt, gleichzeitig, ohne Scham. Mittelalter, Renaissance, Barock, Verfall, Erneuerung. Alles auf einmal. Keine kuratierte Altstadt. Keine Strategie im Konzept. Keine Klarheit und Sauberkeit. Nur das, was war, und das, was ist.
Die Freiheit, nicht harmonisch sein zu müssen. Die Freiheit, widersprüchlich zu sein.
Die Stadt wartet nicht. Sie raucht ihre Zigarette zu Ende und geht zurück an die Arbeit.













angekommen.
Der Wein ist noch halb voll und hat es nicht eilig sich zu leeren. Besonnen und sorglos steht er ohne Anspruch zu nehmen. Es ist da und der Nachmittag sanft in der verblassenden Sonne. Das Geigenspiel begleitet das Treiben auf der Piazza und gemischt mit dem Singsang der italienischen Sprache. Nicht drängend, sondern begleitend. Aber dennoch fordernd im Klang. Angekommen. Angekommen in mir. Angekommen im wir. Angekommen auf vier Rädern die tragen. Angekommen im Zustand. Dem Zustand des Beobachtens, des Geschehenlassens, dem Präsentsein. Ein langsames Heineinfallen. Der Kopf von Verpflichtungen und Listen gefüllt. Von Ungewissheit und Vergessenhaben. Und dann, irgendwo zwischen der Autobahn und dem ersten Espresso auf italienischem Pflaster, fängt der Körper an zu glauben dass er wirklich hier ist
Vier Räder auf Achse. Drinnen wird zum Zuhause. Das Draußen wird zur Welt. Die Grenze zwischen beidem wird durchlässig wie Vorhangstoff im Wind. Und das Versprechen das hält.
Die Welt ist der Tag und der Tag wird zur Welt. Eine Verschiebung. Ein Einatmen der Zeit. Und der Wein schmeckt danach.
