Geschichten vom Büchlein

Bücher hinterlassen Spuren. Nicht immer dort wo man sie sucht. Manchmal in einem Satz der wochenlang nachhallt. Manchmal in einem Geruch der plötzlich eine Szene zurückbringt. Manchmal in der Stille nach der letzten Seite. Der Moment in dem kurz alles stillsteht, da man einen Moment braucht um zurückzukehren, wenn man das Buch zuklappt.Diese Rubrik ist das was bleibt. Darüber was sich einschreibt ohne zu fragen. Was unter die Haut geht und dort weiterarbeitet. Das Leise, das Unbewueme, das Wache. Bücher die ich gelesen habe. Bücher die mich gelesen haben. Bücher die zum Lesen erwecken werde. Und irgendwo dazwischen: die Fragen die sie hinterlassen haben

On the Calculation of Volume

Es gibt Bücher die man liest. Und es gibt Bücher in denen man feststeckt.Nicht unangenehm. Eher wie das Gefühl morgens aufzuwachen und einen Moment nicht zu wissen welcher Tag es ist. Dieser Moment vor dem Erinnern. Die dampfende Tasse bleibt am Morgen die gleiche, schmeckt aber immer anders.

Sturmflirren

Sturmflirren ist kein Roman, der dir eine Geschichte erzählen will. Er lässt ganz ungezwungen etwas verspüren. Er erzählt von Hitze und Enge. Er glänzt, um sich spiegelnd zu verlieren. Er lässt Reibung spüren. Dieses flirrende Dazwischen, das entsteht, wenn man in ein Land kommt, das dich gleichzeitig anzieht und beobachtet. Diese Magie der unverwandten Gesichter, die ein Gefühl in einem erwecken. Ein Aufwühlen erregen. Katar ist hier kein Ort, den man versteht. Die Wüste – offen und ehrlich. Um gleichermaßen in der Weite unerbittlich sein zu können.

Tokioregen

Wer sucht, der findet Wege in die Welt hinaus und Wege zu sich selbst. Wer sucht, der findet Orte voller Schönheit, Fülle und magischer Bedeutsamkeit. Wer sucht, der findet Menschen, die der ganzen Unendlichkeit des Herzens Sinn verleihen. Wer sucht, der findet Liebe, die für immer bleibt.

Il Postino

Es gibt Menschen, die tragen Worte wie Schlüssel bei sich. Nicht um Türen zu öffnen, sondern um zu wissen, dass sie es könnten.Ein Postbote auf einer Insel. Ein Dichter im Exil. Zwischen ihnen der Staub des Weges und die Stille, die entsteht, wenn jemand zuhört, der nichts erwartet.

Lieblingszeilen II

Sie liegen übereinander. Manche mit geknickten Ecken, manche gesäumt von Spuren von Kaffe, Sand und Sonnencreme. Manche mit Boarding Pässen zwischen den Seiten. Jedes einzelne eine Tür, die irgendwann aufgestoßen und nie ganz geschlossen wurde.

Lieblingszeilen

So viele verschiedene schwarze Halbkreise, Striche und Punkte die auf dem weißen oder beigen Hintergrund zu schweben scheinen. Alle in einer anderen Höhe und Größe. Zunächst scheinen sie komplett einheitlich zu sein. Doch je näher man blickt desto unterschiedlicher wirken sie. Wirken auf Geist und Seele. Geruch. Lassen einen zurück in einem Gefühl der Glückseligkeit, der Freude, Nachdenklichkeit oder aber auch in Ungewissheit. Ungewissheit darüber, wie die Realität sich entwickelt. Man kann sich hinter jeder Zeile verstecken, dem trüben Tag entfliehen, die negativen Gedanken ignorieren. Und wenn das Paradies einen wieder ausspuckt fällt es umso schwerer davon loszukommen.