Von der Freiheit 

Die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Freiheit des Reisens, die Freiheit des weiten Horizonts, die Freiheit des zweiten Horizonts, der sich über dem ersten aufspannt. Die Freiheit des Blicks, der weit und nah zugleich ist. Die Freiheit, das Jetzt und das Hier zu leben, im Dasein zu sein, den Moment zu spüren, die Weite aus dem Fenster zu betrachten, das Licht, das sich in Ocker, Weiß, Braun und Erdtönen bricht, und die Wärme, die sich darin legt. Die Freiheit, in kleinen Wassern zu stehen, den Atem zu fühlen, die Hände zu öffnen, das Herz weit zu machen und sich selbst über sich selbst bestimmen zu können.

Die Freiheit, die eigene Person zu sein, die man sein möchte. Jeden Tag neu wählen zu können, wohin man geht, welchen Schritt man tut, welches Frühstück man genießt, welche Uhrzeit man wählt, in welcher Stadt man lebt. Die Freiheit, den Tag zu füllen, die Wege zu gehen, die Zukunft zu gestalten – beruflich, privat. Die Freiheit leise wie ein Federstrich auf Papier, kraftvoll wie ein Gedanke, der sich entfaltet. Die Freiheit die eigenen Träume in die Welt zu setzen, wie Samen, die flüstern, dass alles möglich ist.

Die Freiheit, ungebunden zu sein, miteinander zu sein, ohne voneinander abhängig zu sein. Die Freiheit zu lieben, zu leben, zu lachen, ohne Bedingung und ohne Fessel. Die Freiheit, Beziehungen zu spüren, Natur zu erleben, Horizonte zu betrachten, so nah und zugleich so fern, die Freiheit, Dinge zu tun, die man schon immer ausprobieren wollte, Länder zu besuchen, deren Kultur man spüren möchte, spontane Entscheidungen zu treffen, unerwartete Wege zu gehen, Momente zu wählen, die nur einem selbst gehören.

Die Freiheit, die uns manchmal selbstverständlich scheint, die wir jedoch oft erst dann erkennen, wenn sie bedroht wird. Die Freiheit, die nicht allen gewährt ist, die andere suchen. Die Freiheit, um die gekämpft, die erlangt, die genossen werden muss. Die Freiheit, bewusst zu schätzen, dass sie nicht immer gegeben war, und die Angst zu spüren, dass sie genommen werden könnte. Die Freiheit, für sich selbst einzustehen, für das eigene Leben, für das eigene Sein.

Die Freiheit, die Person zu sehen und zu lieben, die man möchte. Die Freiheit, die Luft in beiden Lungenflügeln zu spüren, den Brustkorb auszufüllen, das Herz und die Seele zu füllen. Die Freiheit, die Beine hüpfen zu lassen, die sich in der Musik widerspiegelt, die einen Ton erzeugt, der weit und nah zugleich ist. Die Freiheit, zu schreiben, wenn Worte entstehen, die eigenen Zeilen zu gestalten, Sätze zu sprechen, die man sprechen möcht, zu sprechen, wenn Gedanken sich regen, zu denken, zu träumen, zu wollen.

Die Freiheit, sich selbst zu sein. Die Freiheit, sich jeden Tag neu zu erfinden. Die Freiheit, sich zu verlieren und wiederzufinden. Die Freiheit, die Welt zu betreten und wieder zu verlassen. Die Freiheit, die in den Entscheidungen liegt, die wir treffen, in den Wegen, die wir gehen, in den Momenten, die wir wählen.

Die Freiheit, sich immer wieder neu zu erfinden, sich jeden Tag neu zu wählen. Die Freiheit, zu reisen, zu lieben, zu leben, zu atmen.

Die Freiheit des Seins, des Werdens und des Wünschens.

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